Scoring-Modelle helfen, aber sie entscheiden nicht allein. Nutze Lesbarkeitsindizes als Frühwarnsystem, nicht als Diktat. Senke Silbenlast, teile lange Sätze und ersetze Schachtelkonstruktionen durch klare Hauptsätze. Prüfe nach jeder Änderung Wirkung auf Verständnis, Fehlerraten und Abbruch. Verknüpfe Metriken mit Nutzerzielen: Zeit bis zum Abschluss, Hilfeaufrufe, Korrekturen. Akzeptiere Ausnahmen, wenn Fachbegriffe notwendig sind, und liefere dann direkt daneben kurze, unaufdringliche Erklärungen.
Halte Zeilenlängen moderat, typischerweise zwischen etwa fünfundvierzig und fünfundsiebzig Zeichen. Setze großzügigen Zeilenabstand, klare Hierarchien und ausreichend Kontrast, der auch bei Blendung funktioniert. Wähle Schriftgrößen, die auf mobilen Geräten ohne Zoomen lesbar bleiben. Prüfe Fokuszustände, Hover-Effekte und aktive Elemente so, dass Orientierung per Tastatur sofort möglich ist. Denke an serifenarme Lesetexte, ligaturarme Ziffern und verlässliche Unterscheidbarkeit ähnlicher Zeichen, besonders in komplexen Nummernfeldern.
Ersetze abstrakte Formulierungen durch direkte Nutzenaussagen. Tausche „Bitte verifizieren Sie Ihre Identität“ gegen „Senden wir dir einen Code per SMS oder E-Mail?“ mit Wahlmöglichkeit. Streiche Füllwörter, setze Beispiele, füge kontextuelle Hinweise an Eingabefeldern ein. Markiere Pflichtfelder klar und früh. Korrigiere Reihenfolgen, damit notwendige Informationen dort stehen, wo Entscheidungen fallen. Miss anschließend Verständnis, Geschwindigkeit und Fehlerraten. Teile Ergebnisse im Team, um Klang und Klarheit dauerhaft zu verankern.
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